Es sei kein gutes Zeichen, wenn politische Akteure die Ängste von Menschen gegeneinander ausspielten und zur Verunsicherung und Eskalation sowie zur Erosion des Vertrauens in die Demokratie beitrügen. Stattdessen sollten sie für inneren Frieden sorgen, so das Leitungsgremium der Landessynode, Annekathrin Preidel, Hans Stiegler und Walter Schnell.
Gleichzeitig ermahnten sie die Verantwortlichen in der Politik dazu, sich über den Tag hinaus bewusst zu machen, dass es nicht ihre Aufgabe sei, die Menschen aus politischem Egoismus heraus ins Ungewisse zu treiben, wo sie ihnen angesichts der Herausforderungen der Zeit doch das Gegenteil schuldig seien.
Im Hinblick auf die Asyldebatte forderte das Präsidium die Bundesregierung und die in der Bundesregierung vertretenen Parteien auf, „in der Auseinandersetzung über die Migrations- und Flüchtlingspolitik rhetorisch abzurüsten und die im Blick auf Humanität und Ordnung strittigen Inhalte plausibel zu benennen“. Der Streit der Demokraten in Deutschland und Europa dürfe nie wieder ein Maß der Unversöhnlichkeit erreichen, das die Feinde der Demokratie triumphieren lasse.